Ethik

Bedeutung des Faches im gymnasialen Bildungsgang

In einer pluralistisch geprägten Gesellschaft kann man nicht von der einen wahren Moral ausgehen und diese in Form einer ethischen Unterweisung den Schülern nahe bringen. Im Ethikunterricht geht es vielmehr darum ein Verständnis für Wertvorstellungen und ethische Grundsätze zu vermitteln und einen Zugang zu ethischen, philosophischen und religionskundlichen Fragestellungen zu eröffnen. Insgesamt möchte der Ethikunterricht die Erziehung zur ethischen Urteilsbildung und zum ethisch reflektierten Handeln fördern, indem er bei den normativen Überzeugungen der Schüler ansetzt und diese mit den philo-sophischen (und religiösen) Grundlagen aus Tradition und Gegenwart kontrastiert. Dabei weiß sich der Ethikunterricht den Normen und Werten, die auch durch das Grundgesetz ga-rantiert werden wollen, verpflichtet. Diese sind vor allem durch die Menschenwürde, die Freiheit, Toleranz und Gerechtigkeit gegeben.
Ethikunterricht möchte Jugendliche zu einem verantwortungsbewussten Verhalten in drei-erlei Hinsicht motivieren und qualifizieren: Gegenüber sich selbst, anderen und in Bezug auf den gemeinsamen Lebensraum. Mit der Förderung ethischer Urteilsbildung – gerade angesichts der unterschiedlichen Lebensent-würfe in der Gegenwart – trägt er zum individuellen Orientierungsprozess der Schüler und somit zur Persönlichkeitsbildung und zur ge-sellschaftlichen Mündigkeit bei. Das damit erworbene individuelle sowie theoretische Orientierungswissen ist für alle Unterrichtsfächer relevant, insbesondere wenn es um bewertende Fragestellungen, also dem anspruchsvollsten Anforderungsbereich, geht. Für das schrittweise Erreichen dieses Zieles in der Vermittlung der einzelnen Kompetenzen sei auf das Kernkurrikulum mit den fünf Kompetenzbereichen verwiesen.#

Beitrag des Faches zu den pädagogischen Leitgedanken unserer Schule

Die Vermittlung abendländischer Werte ist zentraler Bestandteil des Ethikunterrichtes. Dabei gilt es mit Toleranz die unterschiedli-chen Werte und dahinterliegenden Stand-punkte kennenzulernen und mit dem eigenen Denken und anhand der eigenen Lebenswirk-lichkeit(gemeinsam) begründet zu überprüfen. Dieses Vorgehen übt permanent Toleranz gepaart mit vernunftgeleiteter Reflexion ein. Im Rahmen dieser Reflexion sind immer auch Kenntnisse aus anderen Wissenschaften nötig, exemplarisch seien die Naturwissenschaften sowie Geschichte und Politik und Wirtschaft genannt.
Sowie die Schüler ihr Orientierungswissen aus Sozialisation und Ethikunterricht im Alltag umsetzen, tragen sie innerhalb der Schulge-meinde zu einer vertrauensvollen Atmosphäre bei.

Besonderheiten des Faches an unserer Schule

Den Schülerinnen und Schülern wird ermöglicht, ethische Reflexion auch in folgenden Veranstaltungen außerhalb des regulären Stundenplanes kennenzulernen:

  • Projekt „Konsumverhalten“ für die Jahrgangsstufe 9
  • Orientierungstage für die Q2
  • Filmabende mit anschließender ethischer Reflexion in der Sek II
  • Eine unmittelbare Ergänzung findet das Fach in der Sozial-AG sowie in der Philosophie-AG.