Austausch 2017

Deutsch-französischer Schüleraustausch – auch bei uns schlägt der „Pulse of Europe“

Während sich in immer mehr Städten jeden Sonntag Menschen unter dem Motto „Pulse of Europe“ zusammenfinden, weil sie der Überzeugung sind, dass es Zeit ist, für die europäische Einheit Flagge zu zeigen, schlägt auch das Herz unserer Schule für Freundschaft und Verständigung in Europa. Schon seit über 40 Jahren reist jährlich eine Gruppe unserer Schüler/innen nach Frankreich und begrüßt im Gegenzug ihre französischen Austauschpartner/innen in Schlüchtern. Die schwierig zu lernende französische Sprache wird auf einmal ein plausibles und tatsächlich funktionierendes Kommunikationsmittel. Das fremde Land wird vertrauter, die dortigen Menschen zu Freunden und Bekannten.

Auch dieses Jahr kamen wieder 15 junge Franzosen mit ihren Lehrern Olivier Prédour und Joël Monasso aus unserer Partnerstadt Fameck zu uns. Sie wurden mit großer Spannung von der gleichen Zahl Neuntklässler/innen erwartet, die schon seit Monaten in regem Kontakt mit ihnen standen. Glückerweise verstanden sich viele auf Anhieb und nach wenigen Tagen war eine fröhliche Gruppe zusammengewachsen, die ständig neue Aktivitäten miteinander plante. Das herrliche Wetter Ende März trug natürlich zur guten Stimmung bei.

Gemeinsam erkundeten wir Frankfurt, wo wir zunächst einen Filmworkshop besuchen, und auch die Stadt Mainz. Als wir vor Monaten eine Werkstour bei den Opelwerken in Rüsselsheim buchten, war noch nicht bekannt, dass bei unserem Besuch Verhandlungen mit dem französischen Konzern PSA laufen würden und dies wohl bald ein deutsch-französisches Unternehmen werden wird.

Übernahme oder einvernehmlicher Zusammenschluss – diese Frage stellte sich in früheren Zeiten der deutsch-französischen Beziehungen nicht. In Erinnerung daran steht bei unserem Gegenbesuch im Mai der Besuch der Maginot-Linie auf dem Programm. Dieses vermeintliche Bollwerk, das im Nordosten Frankreichs die feindlichen Deutschen aufhalten sollte und sich doch als völlig untauglich erwies, mahnt uns heute zur Offenheit von Grenzen und zum friedlichen Zusammenleben der Nationen.

Eine Tagesfahrt wird uns zur Eisenerzmine von Neufchef führen. Hier wird den Schülern gezeigt, wie in früheren Zeiten mit harter körperlicher Arbeit der kostbare Rohstoff gefördert wurde und wie der Bergbau die Region prägte.
Wir freuen uns auf einen Tag in der nahegelegenen Stadt Metz, wo wir unter anderem eine Ausstellung im Museum „Centre Pompidou“ besuchen werden.

Ein besonderer Dank gilt in diesem Jahr den Städtepartnerschaftvereinen in Schlüchtern und Fameck, die den Schüleraustausch durch vermittelnde Gespräche und finanzielle Zuwendungen unterstützen. Es hat sich gezeigt, dass sich nicht nur diese Städtepartnerschaft unserem Austausch verdankt, sondern dass auch die Partnerschulen von dieser Verbindung profitieren.

 

Sabine Groher

Austausch 2016

Während sich ringsum Europas Grenzen schließen und die Errungenschaften von Schengen verloren zu gehen drohen, sind freundschaftliche Begegnungen zwischen Partnerstädten und -schulen zweier Länder wichtiger denn je.
Umso mehr freut mich, dass der Schüleraustausch zwischen unserem Gymnasium und dem Lycée Saint-Exupéry in Fameck stabil weiterläuft und dass sich auch in diesem Jahr auf beiden Seiten 19 junge Menschen und 2 Lehrer/innen auf zwei schöne deutsch-französische Begegnungen freuen können.

Die deutsche Gruppe machte sich vom 20.-29. April auf den Weg nach Lothringen. Dort erwartete uns ein buntes Programm, bei dem die Städte Metz, Nancy und Amnéville besucht wurden. Wie immer wohnten unsere Schülerinnen und Schüler in den französischen Gastfamilien wohnen und besuchten auch den Unterricht am Lycée Saint-Exupéry, um möglichst viel Französisch zu hören und zu sprechen.

Wenn im Mai die französische Gruppe zu uns kommt, starten wir mit einem Begrüßungsabend auf dem Breitenbacher Grillplatz. Da diesmal Fronleichnam und der Brückentag in die Zeit des Besuchs fallen, bleibt in den Familien etwas mehr Zeit für gemeinsame Aktivitäten. Aber auch für das gemeinsame Programm werden wir die schulfreie Zeit nutzen und insgesamt drei Tagesausflüge unternehmen: Einen Tag werden wir in Mainz verbringen, wo wir die Stadt erkunden und eine Führung durch die Studios des SWR erleben können. Ein weiteres Ziel ist Frankfurt, wo uns diesmal die Skyline, d.h. die markanten Hochhäuser der Stadt besonders interessieren werden. Um das Thema Architektur wird es auch im Hessenpark gehen, wo wir beim dritten Ausflug nicht nur das Freilichtmuseum insgesamt ansehen, sondern auch an einem Workshop zum Fachwerkbau teilnehmen werden.

Unsere Ausflugsziele in Frankreich

Kinzigtal Nachrichten – Frankreichbesuch April 2016